Jens Scheuer - ein typischer Schüler von Christian Streich

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    • Jens Scheuer - ein typischer Schüler von Christian Streich


      Jens Scheuer wurde einst von Christian Streich als Nachwuchsspieler zum SC Freiburg geholt und geprägt. Anfangs wollte er nichts vom Frauenfußball wissen. Heute gehört er zu denen, die sagen das Männer viel von den Frauen in Sachen Fußball lernen können.

      Eine Aussage über den Grund, warum er heute Frauen trainiert: „Ja, da bin ich auch ganz ehrlich. Das war typisch Macho. Damals war ich Junioren-Coach, im Fernsehen lief die Heim-WM 2011: Es gab da diese Situation, als eine Spielerin den Ball im eigenen Strafraum in die Hände genommen und ihrer Torfrau zugeworfen hat. Unglaublich – und das Spiel lief einfach weiter, die Schiedsrichterin reagierte nicht! Da musste ich den Fernseher ausschalten – ich konnte mir das nicht weiter anschauen. Und diese Szene blieb bei mir so haften, dass ich für mich entschied: Frauenfußball kommt für mich nicht infrage. Im Nachhinein weiß ich: Ich hätte mich eingehender mit dem Thema beschäftigen müssen.“

      Auch ich sah dieses Spiel und raufte mir die Haare. Zugleich war ich aber auch sehr dankbar, das wir unsere Bibiana Steinhaus an der Pfeife haben, der so etwas nicht geschehen kann. Seither hat sich vieles getan. Und was auch wichtig ist, der Frauenfußball entwickelt sich viel schneller als der Männerfußball. Daran haben Leute wie Jens Scheuer, sein Vorgänger bei Bayern Thomas Wörle oder auch Ralf Kellermann vom VfL großen Anteil.

      Am Samstag beginnt die Saison ausgerechnet in Freiburg. Das ganze Gespräch:

      Jens Scheuer: „Fußball sollte sein wie früher auf dem Schulhof“

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