Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

Von sassie,

Champions League-Logo.png
Dass Bayern München die diesjährige Champions League verlassen musste,ist längst kein Grund, dem großartigen Turnier den Rücken zuzukehren. Die beiden Halbfinalpartien warteten mit enorm spannenden Szenen auf – und im Finale am 1. Juni wird es sicher knallhart zur Sache gehen. Dann treffen nämlich ausgerechnet zwei englische Mannschaften aufeinander, fest entschlossen, den jeweils anderen vom Feld zu jagen.

Ein temperamentvolles englisches Finale steht uns bevor

Nicht nur Bayern München, auch Ajax Amsterdam und der FC Barcelona sind mit großen Hoffnungen angetreten und mussten sich schlussendlich geschlagen geben. Damit können sich nun der FC Liverpool und Tottenham Hotspur auf ein spektakuläres Finale in Madrid freuen. Bei einem rein englischen Endspiel wird das Stadion sicherlich ins Brodeln geraten, schließlich kennt man ja die englischen Fans und ihren Spirit. Mit diesem Ausgang hatten noch vor einigen Wochen die Wenigsten gerechnet: Ajax Amsterdam war in den vorherigen Spielen zur Höchstform aufgelaufen, sodass Fans und Buchmacher einen anderen Ausgang prognostizierten, insbesondere nach dem Sieg der Niederländer im Hinspiel gegen Tottenham. Dass aber gleich zwei Fußball-Wunder an direkt aufeinanderfolgenden Tagen folgen würden,war damals schier unvorstellbar.

Der FC Liverpool fegte die Spanier souverän vom Platz

Zuerst gelang dem FC Liverpool am Dienstagabend das schier Undenkbare: Die Reds schlugen den FC Barcelona mit einem grandiosen 4:0. Und dass, obwohl sie im Hinspiel noch klar mit 0:3 unterlegen waren. Bereits in der siebten Minute knallte Divock Origi den ersten Ball ins spanische Tor, in der 54. und 56. Minute legte Georginio Wijnaldum gleich zweimal nach. Danach waren weder die englischen Spieler noch das Publikum mehr zu bremsen, die Stimmung im Stadion erreichte den Siedepunkt. Zum Abschluss kam noch einmal Origi zum Zug, um den vierten und letzten Treffer zu versenken und der Jubel war komplett. Von Anfang an herrschte in diesem Spiel ein hohes Tempo, vor allem der Gastgeber drückte beherzt aufs Gas.

Torchancen seitens der Spanier gab es einige, doch Liverpools Torhüter Alisson Becker zeigte sich hoch aufmerksam und parierte jeden Vorstoß. Im Laufe des Spiels stimmten die Liverpool-Fans dauerhafte Gesänge an, und vielleicht hören sie damit bis ins Finale nicht mehr auf. Teammanager Jürgen Klopp nannte seine Jungs hinterher "Mentalitätsmonster" – das sagt schon alles. Ob die Reds auch im alles entscheidenden Spiel wieder zu solchen Monstern mutieren, das wird sich noch zeigen. Denn manchmal kommt alles ganz anders als gedacht, große Träume entstehen und zerplatzen manchmal wieder.

Tottenham Hotspur lief gegen Amsterdam zur Höchstform auf

Beim darauffolgenden Duell ging es sogar noch heißer her, falls dies überhaupt möglich ist. Selten sahen die niederländischen Fans nach Abpfiff ihre Spieler flach auf dem Rasen liegen, mit den Gesichtern ins Gras gepresst. Einige starrten auch leer vor sich hin,schüttelten immer wieder die Köpfe. Der Einzug ins Finale stand Ajax Amsterdam direkt vor Augen, kaum jemand hätte gedacht, dass es noch anders kommt.

Doch die Mannschaft musste einsehen, dass vor dem Abpfiff nichts in der Fußballwelt sicher ist, sie verlor gegen Tottenham Hotspur mit 2:3. Bis zur Nachspielzeit war noch ein Gleichstand zu verzeichnen, doch in der Verlängerung fiel das alles entscheidende Tor.

Vor dem Halbfinale hatten die jungen Wilden einen leichten Sieg nach dem nächsten erlebt, sogar Real Madrid und Juventus Turin herausgekegelt. Frenkie de Jong äußerte sich in diesem Sinne ganz korrekt: "Was wir in dieser Saison geleistet haben, war ein Märchen. Leider eines ohne Happy End." Aus dem Hinspiel war Ajax noch 1:0 als Sieger hervorgegangen, und dann, im heimischen Stadion, hat alles wieder so gut begonnen. Matthijs de Ligt schoss bereits in der 5. Minute das erste Tor gegen die Engländer, Hakim Ziyech legte souverän nach. In der zweiten Spielhälfte kippte die Situation, Tottenham holte überraschend mit einem Doppelschlag von Lucas Moura auf. Zu guter Letzt folgte der Siegestreffer, noch einmal vom selben Spieler – und die Niederländer verstanden die Welt nicht mehr.

Im Fußball haben sich schon viele Teams schlichtweg zu früh gefreut,diesmal traf es Ajax Amsterdam und wahrscheinlich auch den FC Barcelona. Die Realität rückt in solchen Fällen alles wieder gerade. Wollen wir sehen, was sie für die Champions-League-Fans am Finaltag parat hält!