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Von Bazi,

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Es war ein großer Irrtum von Hasan Ismaik als er meinte, in der Regionalliga oder darunter hätte er mehr Möglichkeiten, auf den Verein Einfluß zu nehmen. Die 50+1-Regel hindert ihn daran. Mag es in diesem Fall auch ein gewisser Vorteil sein, ist das im Allgemeinen sehr umstritten. Und das hat auch Gründe. Die einzigen Mannschaften, die die starren Strukturen in der Bundesliga aufbrachen, waren die TSG 1899 Hoffenheim und RB Leipzig. Beide werden aber aus einer Hand gesteuert. Hoffenheim war ein Dorfklub, als Ditmar Hopp dem Verein seiner Heimat zu helfen begann. Jetzt ist er Tabellenvierter und Hopp mittlerweile Eigner.

Normale e.V. konnten seit sehr langer Zeit nicht in die Strukturen eindringen weil ihnen das nötige Geld fehlt mangels Zuwendungen.

Es gibt Leute, die sagen, jeder Verein könne sich überall Sponsoren suchen. Das ist aber sehr theoretisch. Die Praxis sieht meist anders aus. Bayern München war der erste, der Anteile verkaufte. Die Aktionäre sind Adidas mit Sitz in Herzogenaurach in Franken, Audi AG mit Sitz in Ingolstadt und Allianz SE mit Sitz in München. Es geht also sehr regional zu.

Bei Borussia Dortmund ist die Evonik AG Anteilseigner, mit Sitz in Essen - keine 40 Km. Hannover 96 hat Martin Kind, der bald zugreift. Der ist auch da zuhause. Michael Kühne, Investor des HSV is ein echter Hamburger Jung, 1937 da geboren. VfL Wolfsburg und Bayer Leverkusen ist klar, da Werksvereine.

Der VfB Stuttgart ist gerade im Umbau. Hier steigt die Daimler AG ein, auch sehr regional. Das war auch bisher der Hauptunterstützer.

Alle eint eins. Ihre Zuwendungen sind in der Hauptsache sehr regional organisiert. Dies hat natürlich für schwach strukturierte Regionen den Nachteil, das ihre Vereine nicht wirklich im Wettbewerb mithalten können und daher klein bleiben müssen. Ein Hauptgrund ist auch die 50+1-Regel. Warum soll ich einen entfernt liegenden Verein unterstützen, wenn ich keinen Einfluß nehmen kann?

Einzig RB Leipzig hat einen weit entfernten Hauptgeldgeber aus Fischl in Österreich - die Red Bull GmbH mit Geschäftsführer und Anteilseigner Dietrich Mateschitz. Auch die TSV 1860 München hat mit Scheich Hasan Ismaik einen ausländischen Anteilseigner. Aber hier ist die Zukunft ungesichert.

Hasan Ismaik will nun gegrn die 50+1-Regel klagen und dürfte da bei ordentlichen Gerichten und vor allem bei der Europäischen Union offene Türen einrennen. Diese Regel verstößt ziemlich sicher gegen europäisches Wettbewerbsrecht. Der DFB versäumte in der Vergangenheit anders als andere Verbände, seine Regeln der Rechtsentwicklung anzugleichen und dürfte wie schon bei der TV-Vermarktung jetzt Jahre des Schocks vor sich haben.




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Als einziger