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Von sassie,

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Planungssicherheit ist in diesen Tagen im Fußball-Zirkus nur bedingt gegeben. Die Vereine wissen nicht, ob und wann die Bundesliga wieder aufgenommen werden wird. Kommt es zum vorzeitigen Saisonabbruch? Werden schon zeitnah Geisterspiele angepfiffen? Sollen die Spieler lieber früher als später ins Mannschaftstraining zurückkehren, wie es beispielsweise der VfL Wolfsburg vormacht?

Die Profis werden in kleinen Gruppen in das Training zurückkehren, da sie davon ausgehen, ab Anfang April wieder Fußball spielen zu müssen. Sollte dies nicht passieren, müssen sich die Fans weiterhin mit der Virtuellen Bundesliga zufrieden geben.

So findet Planungssicherheit eben nur bedingt statt. Wie entwickeln sich Form und Leistungen von Spieler X? Wann können sich Spieler X oder Y überhaupt beweisen? Das gilt für Spieler, die schon in den eigenen Reihen sind, aber auch für Spieler, die man eventuell verpflichten möchte. Wie sollen die Verantwortlichen des FC Bayern beispielsweise entscheiden, ob man die Verpflichtung von Leroy Sané im Sommer umsetzen soll, wenn sich dieser in den kommenden Wochen trotz Fitness gar nicht beweisen kann?

So schwindet die Wahrscheinlichkeit eher, dass der FC Bayern die Transfers von Spielern wie Philippe Coutinho, Leroy Sanéoder Kai Havertz in die Tat umsetzen könnte. Denn das finanzielle Risiko ist aufgrund des Virus und der damit verbundenen Situation wohl noch zu hoch. Sollten die Verträge mancher Spieler verlängert werden müssen, weil die Saison über den 30. Juni 2020 hinausgeht,ergeben sich ohnehin wieder neue Szenarien. Und so macht der FC Bayern, was er eben machen kann: er versucht, Leistungsträger langfristig zu binden.

Der Vertrag von Ivan Perisic läuft beispielsweise zum 30. Juni aus. Insgesamt ist man mit den Leistungen des Kroaten zufrieden. Ob er in München bleiben darf, könnte aber auch vom Sané-Deal abhängen. Die Verträge von Thomas Müller und Thiago sollten zeitnah verlängert werden, denn hier enden die Laufzeiten im Jahr 2021. Den Vertrag von Alphonso Davies (2023) möchte man außerdem vorzeitig verlängern.

Nach Abschied riecht es hingegen bei Corentin Tolisso, Javier Martínez und Jérôme Boateng. Tolisso, einst über 40 Millionen Euro schwer, konnte bisher nie konstant mit ansprechenden Leistungen überzeugen. Javier Martínez dürfte als Sechser dauerhaft von Joshua Kimmich abgelöst worden sein. Beim spanischen Routinier stand eine Rückkehr ins Baskenland im Raum. Die Boateng-Story ist hinlänglich bekannt: der Verteidiger wollte, durfte aber nicht gehen. Zwar blühte er unter Flick zuletzt wieder auf – dennoch scheint es nicht so auszusehen, als würde man mit ihm dauerhaft planen. Die Causa Alaba ist indes wiederum völlig offen und auch wieder von den Wirren des Coronavirus abhängig. Wenn ein Interessent anklopft und eine entsprechende Summe auf den Tisch legt, Alaba zudem unbedingt wechseln will, wird der Rekordmeister wohl keine Steine in den Weg legen.

Foto: Sven Mandel / (CC BY-SA 4.0)