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Von sassie,

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Endlich geht es wieder los – die Rückrunde hat begonnen und in der ersten Fußball Bundesliga rollt wieder der Ball. Gut vier Wochen mussten die Fans auf ihre Stars verzichten. Da die Liga in dieser Saison so spannend ist wie schon lange nicht mehr, darf man sich ganz besonders auf die Rückrunde freuen. Ähnlich wie in der vergangenen Saison sind die Bayern dieses Mal wieder in der Verfolgerposition. Vor ihnen stehen noch Borussia Mönchengladbach und RB Leipzig. Trotzdem geht der FCB natürlich mit dem klaren Ziel Meisterschaft in die Rückrunde. Können die Bayern wieder einmal zurückschlagen?

Turbulente Hinrunde kostet Kovac den Job

Schon die Vorbereitung im Sommer lief nicht wie geplant. Die groß angekündigte Transferoffensive fiel letztlich doch nicht so groß aus und auch die vermeintlichen Königstransfers Leroy Sané und Callum Hudson-Odoi konnten nicht realisiert werden. Dafür wurden allerdings Ivan Perisic und Philippe Coutinho verpflichtet bzw. ausgeliehen. Trotz zwei Unentschieden aus den ersten sechs Spielen eroberten die Bayern nach dem 6. Spieltag die Tabellenspitze. Doch immer wieder offenbarte die Mannschaft unter Niko Kovac spielerische Einfallslosigkeit und taktische Schwächen. Das Fass zum Überlaufen brachte dann die krachende 5:1 Niederlage in Frankfurt. Der Trainer musste seine Sachen packen und wurde von Co-Trainer Hansi Flick beerbt.

Trainerwechsel bringt die Wende

Mit drei Siegen und 8:0 Toren aus den ersten drei Spielen, darunter der euphorische 4:0 Erfolg gegen den BVB, brachte Flick die Bayern wieder auf Kurs. Dabei setzt er auf gute Kommunikation mit vielen Einzelgesprächen. Zu seinem Vorteil kennt der Trainer viele Spieler der Bayern noch aus seiner Zeit bei der Nationalmannschaft. Tatsächlich ist es ihm in kürzester Zeit gelungen, die zerstritten wirkenden Bayern wieder zu einer Einheit zu formen. Lob für ihn kommt dabei sowohl aus der Mannschaft als auch von den Verantwortlichen. Leon Goretzka beispielsweise hebt die Zusammenarbeit mit dem Trainer hervor: „Er arbeitet sehr akribisch, sehr ruhig und mit einer hohen sozialen Kompetenz. Er sucht die Gespräche mit den Spielern und gibt jedem ein gutes Gefühl“, so der Nationalspieler gegenüber Spox.

Flick überzeugt und bleibt (vorerst)

Auch den Verantwortlichen ist die positive Entwicklung unter Flick nicht verborgen geblieben. „Man muss die Handschrift eines Trainers sehen. Und das ist bei uns wieder der Fall“, so der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge nach dem grandiosen Start des neuen Trainers. Eigentlich sollte Flick den Job an der Seitenlinie nur interimsweise übernehmen, doch aufgrund der starken Leistungen darf er nun mindestens bis zum Saisonende das Kommando leiten. Zudem fehlen den Bayern derzeit die Alternativen auf dem Trainermarkt. Die beiden Favoriten auf den Posten, Erik ten Hag und Thomas Tuchel, stehen derzeit noch bei anderen Vereinen unter Vertrag, Allerdings ist die Chance groß, dass einer der beiden im Sommer den Weg an die Säbener Straße finden wird.

Flick fordert Verstärkungen für die Rückrunde

Auch wenn die Hinrunde alles andere als perfekt lief, ist für die Bayern noch alles drin. In der Bundesliga liegen sie auf Platz drei nur knapp hinter dem Spitzenduo, in der Champions League steht man im Achtelfinale und im DFB-Pokal sind die Bayern mit einer Quote von 2,25 wie immer der Topfavorit (Stand: 20.1.). Viel wird davon abhängen, ob der dünne Kader von größeren Verletzungen verschont bleibt und ob es Hansi Flick gelingt, alle Spieler bei Laune zu halten.

Daher muss die Rückrunde soll so erfolgreich wie möglich gestaltet werden. Um die geforderten Ziele zu erreichen, muss nach Ansicht des Trainers in Sachen Kaderplanung noch mehr passieren. Während des Wintertrainingslagers in Doha forderte Flick Verstärkungen. Im Interview mit der Süddeutschen Zeitung machte er klar: „Wir brauchen auf jeden Fall noch Verstärkung. Ich denke an mindestens zwei Spieler - auf jeden Fall einen für die Defensive und vielleicht auch für die offensive Außenbahn." Auch wenn sich Hasan Salihamidzic von der öffentlichen Forderung nach Neuzugängen überrascht zeigte, hat Flick in der Sache recht. Dies bestätigte unter anderem auch die Testspielniederlage gegen den 1. FC Nürnberg. Zwar ist der FCB mit Coman und Gnabry sowie Perisic in der Hinterhand auf dem Flügel gut aufgestellt, allerdings sind die beiden Erstgenannten auch für ihre Verletzungsanfälligkeit bekannt. Gleiches gilt für die Abwehr, wo Flick derzeit unter anderem auf seine Stamminnenverteidiger Süle und Hernández verzichten muss.


Falls Flicks Plan aufgeht, könnte am Ende sogar das Triple herausspringen.